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Kunst am Bau für die Grundschule St. Martin in Remagen

Keramik und Mosaik für das Foyer - am 12.12.2011 wurde eingeweiht!

Dies ist natürlich auch ein Beispiel für Kunst am Bau im Innenraum, welches entgegen Wandmalereien auch den Zahn der Zeit übersteht und wenn nötig sogar umziehen könnte. Eine solche Investition ist für die Zukunft gedacht, nicht nur für die Zeit bis zur nächsten Renovierung!

Auch den Kindern gefiel die bunte Gestaltung mit Mosaik in dem natürlich auch ein wenig märchenhaftes Gold nicht fehlt ... sie zaubert ein Lächeln auf die Gesichter aller Betrachter! Eine schöne Arbeit, über die sich trefflich erzählen läßt: ... nein, dies ist keine erlösungsbedürftige Nixe ... es handelt sich hier um die Nachempfindung eines Wesens das als Göttin in vielen alten Kulturen auftaucht und als Synonym für Fruchtbarkeit und Lebenskraft steht!

Die symphatische Wasserfrau, 190 cm lang, wird die Kinder nun jeden Tag freundlich grüßen! Ihre drei schuppigen Gefährten, je 60 cm, schwimmen ebenfalls durch buntes Mosaik! Diese Art der Fliesen erinnern in ihrer Form an Luftblasen im Wasser, aber auch an den Kies am Strand.

Durch die Kombination der verschiedenen Farben im Mosaikband entsteht der Eindruck von lebendigem Wasserspiel. Positiver Nebeneffekt: das reiche Farbangebot der Schule wird aufgenommen. Durch die Verwendung unterschiedlicher Gold/Glas-Vierecke kommt noch ein Hauch von Perspektive hinzu und das Korallenrot, welches sich auch in den Haaren der Wasserfrau findet, gibt die nötige Tiefe und rundet so unser Mosaikband ab!

Natürlich muss der Beanspruchung durch die vielen Grundschüler auch Rechnung getragen werden und so wurde noch eine pflegeleichtere Farbgestaltung im Sockelbereich mit einem dunkleren, leicht türkis Farbton vorgenommen.

Die wellenförmige Linie ist an allen Wänden des Foyers gezogen und dadurch werden die Mosaik-Arbeiten noch einmal sehr markant unterstrichen!

Als "Zugabe" habe ich den bronzenen Nöck spendiert, der nun im Schulhof das Freilichtklassenzimmer ziert!

Angepasst an seinen Sockel schaut er nun in Richtung Rhein, der direkt hinter dem Schulhof das Element Wasser so schön darstellt und fast greifbar macht.

Eine gewisse Abstraktion wie auch eine Anregung an das kreative Denken, entsteht durch die Fertigung der Wasserfrau als Großmosaik.

Die bunten kleinen Mosaikteile liegen wie Seepocken auf ihrem Körper und binden sie in das Mosaikband mit ein. So entsteht eine harmonische Gesamtkonstruktion die, weil abnehmbar, den Kindern der Grundschule immer Freude bereiten kann!

Kunst am Bau heißt für mich: wertige und langlebige Kunst! 


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© Jutta Reiss 2006